Marion Schubert
   
1952 in Berlin geboren,
lebe seit Juni 2004 in der Nähe Hannovers
 
Zeichnen, Malen und Musik waren schon immer meine bevorzugten Beschäftigungen.
Mein erster künstlerischer "Erfolg", an den ich mich erinnere, war im Alter von sechs Jahren. Meine Großmutter beaufsichtigte mich bei den Hausaufgaben. In der Berliner Fibel stand der Satz: "Schau, da ist ein Löwe" Dieser Satz sollte in Schönschrift abgeschrieben werden. Das Wort "Löwe" könnte ich als Erstklässlerin noch nicht schreiben, also mußte der Löwe gemalt werden. Meine Großmutter war von meinem Löwen absolut begeistert.

Eine berufliche Karriere als Lithographin war damals für mich nicht möglich, weil es sich angeblich um einen Männerberuf handelte und die Aufnahmeprüfung in der Hochschule für Bildende Künste erschreckte mich, weil dort scheinbar nur "fertige Künstler" aufgenommen wurden.
Also studierte ich an der Pädagogischen Hochschule Berlin Mathematik und Kunst.

Meine Kinder und die berufliche Entwicklung zur Betriebsinformatikerin setzten dann für mich erst einmal eine längere Kunstpause. Musiziert und gezeichnet habe ich zwar zwischendurch immer wieder mal, aber mehr Zeit zum Malen fand ich erst, als die Kinder selbständiger wurden.
Seit Februar 1998 lebe ich allein und beginne wieder, intensiv zu malen.
Meinen Kindern habe ich es übrigens auch indirekt zu verdanken, daß ich bei der Seidenmalerei gelandet bin:
1990 nahm ich an einem Elternkreativ- Abend im Kindergarten zu diesem Thema teil und war davon so fasziniert, daß ich mich intensiv weiter damit beschäftigte. Neue Techniken und weiterführende Schritte brachte ich mir autodidaktisch bei, im Austausch mit anderen Seidenmalerinnen kamen neue Erfahrungen hinzu.
Motive von August Macke, Wassili Kandinski, Franz Marc und anderen Expressionisten beeindruckten mich so sehr, daß ich mich inhaltlich mit dem Expressionismus auseinander setzte und damit begann, diese Bilder auf Seide zu interpretieren.
Besonders sprechen mich die Bilder von August Macke an. Diese eignen sich sehr gut für die von mir bevorzugte Gutta- und Aquarelltechnik .

Die expressionistische Malerei auf Seide sehe ich für mich als Zwischenstation, weil ich daüber zu einem eigenen Stil gelangen will.
Um den Weg dahin weiter auszubauen, nahm ich Zeichenunterrich bei dem Frankfurter Künstler Wolfgang Schaub und probierte auch andere Maltechniken mit verschiedenen Materialien aus.

Malen ist für mich das entspannende Gegenstück zum Alltag, eine beruhigende Medizin, die für Ausgeglichenheit und Entspannung sorgt.
2004 zog ich von Hannover nach Springe.
Nach meiner ersten Austellung dort bekam ich das Angebot, einen Seidenmalkurs im Friederikenstift Bad Münder, einer Rehaklinik für schwerst unfallverletzte zu leiten. Seit Februar 2005 male ich dort mit den Patienten und gebe ihnen mein Wissen und meine Freude an der Malerei weiter.